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  • Tom Kareto

Weiter geht´s...

...mit der Transreise in Richtung Bangkok. Gestern hat Steffi Euch ja einiges spannendes von den interessanten Häfen auf dieser Route erzählt. Da zeigt sich auch mal wieder, wie unterschiedlich die Geschmäcker sind, ich sagte Euch ja, dass ich gerne noch mal auf die Malediven möchte - für Steffi ist dort zu wenig Abwechslung. Es muss jeder selber für sich entscheiden wo man sich wohl fühlt. Ein großer Vorteil der Kreuzfahrt, da man einen groben Überblick über die Ziele bekommt und dann entscheiden kann dort noch einmal hinzufliegen oder nicht.



In meinem letzten Bericht haben wir die Suezkanal Passage beendet und befinden uns nun im Roten Meer, unser Ziel ist Aqaba in Jordanien. Steffi hat ja schon geschrieben was man dort zu sehen bekommt: Steine. Aber auch sehr interessante Steine, denn von dort aus kann man einen Ausflug nach "Petra" machen. Und mit Petra ist jetzt nicht die Singlefrau von Tinder gemeint, nein, Petra ist altgriechisch für "Felsmassiv". Denjenigen von Euch, die "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" gesehen haben, ist Petra definitv bekannt, denn der Film wurde in großen Teilen dort gedreht. Petra war fast 1000 Jahre in Vergessenheit geraten bevor die Stadt 1812 von einem Schweizer wieder entdeckt wurde. (Wer hat´s gefunden? Die Schweizerrr :) )




Amphietheater

Inzwischen steht Petra unter UNESCO Weltkulturerbe und zählt zu den neuen Weltwundern. Aber warum? Bevor man vor den riesigen Grabtempeln steht, geht man durch lange Felsschluchten. Eigentlich nichts besonderes, doch dann entdeckt man seitlich immer öfter eingelassene "Wohnungen" und "Geschäfte". Alles von Menschenhand in Stein geschlagen. Wenn man dann überlegt, wie das vor über 1000en Jahren ohne großartige Werkzeuge funktioniert hat, bekommt man eine ungefähre Ahnung wie gewaltig der Aufwand gewesen sein musste. Der Reiseleiter sagte mir, dass von der Geisterstadt bis heute ca. 1000 Gebäude und Gebäudereste freigelegt wurden. Das sind jedoch gerade einmal ca. 20 % von dem was dort noch vermutet wird. Man darf also gespannt sein, wie sich dieses Ziel mit den nächsten Jahren noch weiter entwickelt und verändert. Eins wird sich nicht ändern: man muss sehr viel laufen wenn man viel sehen möchte. Das ganze auf Sandboden - also bitte Wanderschuhe nicht vergessen!




Sobald man die Felsschluchten durchquert hat steht man vor dem berühmtesten Gebäude Petras, der Schatzkammer "Al-Khazneh" Betreten kann man das Schatzhaus leider nicht, der Anblick alleine ist aber schon überragend und auf jeden Fall jeden Schritt dahin wert. Übrigens kann man dort auch nachts hin. Mit der ganzen Beleuchtung ist die ganze Szenerie nochmal mystischer, mir persönlich hat es tagsüber jedoch besser gefallen. Man kann dann auch weiter rein, es gibt weitaus mehr zu entdecken. Wer jedoch schon einmal tagsüber dort war, dem rate ich, den Nachtausflug mit dem leckeren Abendessen mitzumachen. Es lohnt sich.

Al-Khazneh


Nachdem wir Aqaba verlassen hatten, ging es durch das rote Meer in den Golf von Aden, in eine der gefährlichsten Wasserstraßen der Welt. Der Golf von Aden liegt zwischen Somalia und dem Jemen. In diesem Gebiet geschehen die meisten Überfälle auf Schiffe durch "moderne" Piraten. Da diese Gefahr auch heutzutage nicht ganz ausgeschlossen werden kann, sorgen unter anderem auch die Kreuzfahrt-Reedereien vor. Auch wir hatten zusätzliches Sicherheitspersonal an Bord, unterschiedliche Sicherheitsvorrichtungen wurden installiert und um nicht aufzufallen: Wir fuhren mit minimaler Beleuchtung. Das bedeutet auch, dass die Türen in den Passagierfluren mit lichtundurchlässigem Stoff abgehängt werden. Dies ist eine reine Vorsichtsmaßnahme und ist für alle Schiffe vorgeschrieben, die diesess Gebiet passieren. Ich kann verstehen, dass mancher Gast bei dem Anblick ein mulmiges Gefühl bekommt, das hatte ich beim ersten Mal auch. Da ich aber auch weiß wie die Sicherheitsvorkehrungen an Bord sind, habe ich inzwischen keine Angst mehr davor. Und natürlich gehe ich nicht viel tiefer ins Detail - das wäre kontraproduktiv und das darf ich auch gar nicht :)

Was ich jedoch sagen kann, ist, dass solche Maßnahmen natürlich den täglichen Ablauf beeinflussen. Eine Poolparty mit lauter Musik und viel Licht ist in solch einer Situation natürlich nicht möglich. Die Herausforderung ist, den Gästen trotzdem gute Alternativen zu bieten. Im Normalfall fällt den Gästen gar nicht auf, dass zu der Zeit Einschränkungen herrschen und das ist auch gut so. Nach ungefähr 6 Tagen hat man den Golf von Aden dann hinter sich gelassen, das heißt es wird wieder alles auf Normalzustand gebracht und die geliebten Poolpartys sind auch wieder möglich.


Auf geht´s nach Dubai - morgen dann :)


LG Tom



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