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  • Tom Kareto

Urlaub...


...definieren viele Crewmitglieder eher anders als der "normale" Arbeitnehmer. Urlaub bedeutet zu Hause zu sein, sich mit Freunden zu treffen und Dinge an Land zu tun, die man Monatelang nicht mehr gemacht hat. Solche Dinge wie Kinobesuche, in die Lieblingsbar gehen, einkaufen beim Lebensmitteldealer in der Nachbarschaft usw.


Problematisch ist das nur, wenn die Freunde, die ein normales Leben führen, dann plötzlich sagen: Hey, lass uns doch Schiff fahren. Na gut, dann halt als Gast noch eben drauf, warum auch nicht :)


Man lernt in so einem Urlaub ja immer irgendwelche Leute kennen. Das muss noch nicht einmal auf einem Schiff sein, ich habe aber das Gefühl, da geht es irgendwie schneller. Dazu solltet Ihr wissen, ich bin von Natur aus eher der schüchterne Typ. :) Wenn ich jedoch angesprochen werde, taue ich schnell auf. Im Job ist das anders, privat bin ich eher zurückhaltend. Es gibt Personen die das anders sehen, das stimmt aber nicht :)


Aus einem dieser Urlaube an Bord hat sich eine Gruppe entwickelt, wie sich das vorher keiner hat vorstellen können. Durch Zufall hatten auch Freunde, die ich von einer anderen Tour schon kannte, genau die gleiche Reise gebucht wie ich.

Am ersten Abend fand wie immer die Welcomeparty statt und wir standen zu dritt an der Bar. Plötzlich sprang auf der Tanzfläche ein blonder Lockenkopf herum, wo wir alle dachten der hätte man irgendetwas ins Getränk gemischt. ABER: Dem war nicht so, die ist immer so - kann ich aus heutiger Sicht sagen.




Am darauffolgenden Tag war Seetag, der beginnt ja im Normalfall immer so gegen 09:00 Uhr an der Poolbar mit dem ersten Hopfen-Kaltgetränk. So auch in meinem Fall. Und während wir dort zu dritt standen, kam plötzlich dieses Tanzhuhn an die Bar. Wir unterhielten uns etwas länger - so bis abends 18:00 ca.. Es stellte sich innerhalb dieser relativ kurzen Zeit heraus, dass sie ihre Mutter im Schlepptau hat - oder umgekehrt, das konnte bis heute nicht final geklärt werden.

Da die Chemie zwischen allen Beteiligten passte, beschlossen wir alle den Kontakt aufrecht zu halten. Was besser gelang, als gedacht - inzwischen ist diese Gruppe eher Freundschaft als Bekanntschaft.


Wie es so kommt, verreisten wir später noch einmal alle zusammen - dieses Mal aber geplant. Interessant ist die Zusammenstellung der Gruppe, 2 Kerle und 4 Frauen (davon eine Muddi!). Das Östrogen überwiegt also. Dementsprechend haben wir Kerle einen schweren Stand. Aber wir haben das im Griff, wir hören einfach nicht immer drauf.

Die Muddi vom Lockenschopf gibt uns ab und zu übrigens auch mal recht - von daher ist Erfahrung in so einer Konstellation Gold wert. :)


Würde man die mitreisenden Gäste fragen, ob sie sich gestört fühlten, würden 30 % definitiv ja sagen. Den anderen 70 % war unsere Partytour egal oder sie haben mitgefeiert. Das war einer der grandiosesten Urlaube ever. Das Bordkonto hat zwar geglüht und Peter Zwegat hatte schon angerufen, das war uns jedoch egal.


Trotz großer Entfernung zwischen den einzelnen Wohnorten der einzelnen, schaffen wir es bis heute uns sehr regelmäßig zu sehen und Zeit miteinander zu verbringen. Das ist es, was einen guten Urlaub ausmacht. "Willkommen zu Hause" - Deine Freunde sind schon da :)


In diesem Sinne


Ein schönes Wochenende


LG Tom



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