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  • Tom Kareto

Es geht weiter...


...mit der Reise und zwar nach Kuala Lumpur. Schwüle 32 Grad herrschen an dem Tag wo wir in Malaysia ankommen. Die Fahrt nach KL ist jedoch im klimatisierten Bus sehr angenehm. Der erste Stop - und das war mein Hauptgrund für den Ausflug - sind die Batu Caves, ca. 15 km nördlich von Kuala Lumpur gelegen. 272 steile Stufen führen in die Kalksteinhöhlen, in denen mehrere Hindu-Tempel untergebracht sind. In den Höhlen und rundherum um das Gelände leben zahlreiche Javaneraffen, die dort einen wahren Affenzirkus aufführen. Sie lassen sich von den Besuchern nur allzu gerne füttern, wenn man jedoch egoistisch ist, und sein essen nicht teilen möchte - bedienen sie sich einfach. Und glaubt mir, die können richtig rabiat werden, so dass Ihr freiwillig euren Apfel oder ähnliches abgebt :)



Wie schon gesagt, es herrschten 32 Grad und es war richtig dampfige Schwüle an dem Tag. Im Bus merkte man davon dank der Klimaanlage nichts. An den Batu Caves angekommen, hatten wir 1,5 Stunden Zeit. Absolut ausreichend wenn man nur in die Höhlen möchte, die Affen beobachten will und ein paar Fotos machen möchte. Doch da gibt es ja die 272 bunten, lustig anmutenden, steilen Stufen die einen erwarten. Für den Durchschnittseuropäer mit einer Fitness die von der Couch bis zum Kühlschrank reicht eine super Sache. Vor allem bei schwülen 32 Grad. Die ersten 15 Stufen waren gar kein Problem, wirklich nicht. Danach fing ich an zu kämpfen. Und mir ging es nicht alleine so, viele haben gesagt: Von hier unten ist es auch schön :))

Ich wollte aber da hoch und kämpfte mich nach oben. Als ich die Stufe 272 endlich passiert hatte, suchte ich nach einem Sauerstoffzelt.



Das war so warm und anstrengend, der Ausblick entschädigte aber dafür. Nun gut, ich befand mich nun. in der Höhle und ging vorbei an den Tempeln der Hindu bis zu einer Art Lichtung. Dort liefen sie schon umher, die Javaneräffchen. So süß :) Ich aß ganz genüßlich nebenbei meinen Apfel der mir neben der kleinen 0,3 Wasserflasche etwas Flüssigkeit und Erfrischung nach diesem Aufstieg bescherte.


Das gefiel einer Affendame aber so gar nicht. Ich vermute, dass es eine Frau war, denn sie hatte einen Miniaffen auf dem Rücken. Sie schaute mich an und sprang plötzlich völlig unerwartet hoch und schlug mir regelrecht den Apfel aus der Hand. Verdutzt schaute ich ihr hinterher, sie schnappte sich den Apfel vom Boden und hockte sich dreist neben mich auf einen Steinvorschlag und aß genüßlich MEINEN Apfel. Nagut, es war ihr gegönnt. Immerhin kann ich sagen, dass ich von einem Javaneraffen beraubt wurde :)


Da ich für den Aufstieg ein paar Minuten mehr gebraucht hatte als eingeplant, musste ich nun wieder zurück. Und wie schon beim Abstieg vom Prekestolen in Norwegen war es auch hier wieder so. Jeder Schritt nach unten geht gewaltig in die Gelenke. Nicht ganz so schlimm, man merkt es aber. Was war ich froh, endlich wieder im klimatisierten Bus zu sitzen.



Nun ging die Fahrt weiter in Richtung KL City, besser gesagt zum KL Tower. Nein, nicht die Petronas Tower, sondern zum Fernsehturm. KL Tower ist mit 421 Metern Höhe zwar 31 Meter kleiner als die Twin Tower - aber er steht auf einem Hügel und überragt dadurch selbst die Twin Tower und man hat einen irren Blick über KL. Der Besuch des KL Tower war im Vergleich mit einem TV-Turm Besuch in Deutschland wenig spektakulär - außer des guten Blicks hat der Turm nicht viel zu bieten - von der dichtaneinander gedrängten Aufzugfahrt mal abgesehen.


Danach ging es zum Fotostop noch an den Petronas Twin Tower vorbei, leider hatten diese an dem Tag für öffentlichen Besuch geschlossen - musste ich also wohl noch einmal hin :)

Der Reiseleiter erzählte ein Detail am Rande, welches ich aus baulicher Sicht sehr spannend fand. Die beiden Türme wurden von unterschiedlichen Firmen gebaut, ein Turm von einer Firma aus Japan, der zweite von einer Firma aus Südkorea.Einer von den beiden, ist beim Bau etwas abgesackt, deshalb neigt sich seine Spitze ein paar cm aus dem Lot. Die andere Firma hat alles richtig gemacht, der Turm steht gerade.



Als letztes Highlight fuhren wir zu Royal Selangor, eine - naja gut eigentlich DIE Zinnfabrik schlechthin. Was langweilig klingt, entpuppt sich als sehr interessantes Ziel. Alleine die Fertigungsprozesse, die dort zu großen Teilen per Hand stattfinden, sind sehr interessant. Natürlich wird man dort auch durch die Verkaufsräume geführt, man sollte jedoch nur Kleinigkeiten mitnehmen, denn Zinn hat einen Nachteil, es ist sehr schwer. Und einen Sektkühler mit 3 KG im Gepäck dabei zu haben kann zu Problemen am Flughafen führen. :)



Dafür, dass ich zu dem Zeitpunkt das erste Mal in KL gewesen bin, habe ich an dem Tag einen Wahnsinns -Ausflug erlebt und entschieden, dass ich KL definitiv noch öfter einen Besuch abstatten werde.


Ich wünsche Euch einen schönen Samstag

LG Tom

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