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  • Tom Kareto

Ein Vorteil der Kreuzfahrt...

Aktualisiert: Juni 20


Peters Island - (c) by Tom Kareto

...ist die Vielfalt, die man zu sehen bekommt. Jeden Tag der Reise befindet man sich in einem anderen Land, oder in einer anderen Stadt. Das Hotel mit deutschen Standards bringt einen dorthin. Immer mehr Leute entdecken diese Art zu reisen für sich. Auch immer mehr jüngere. Vor noch ein paar Jahren war die Kreuzfahrt ja eher verschrien als eine Art Oberschichtreise. Das hat sich geändert. Auch wenn das zur Folge hat, das immer größere Schiffe gebaut werden. Ich persönlich mag die Schiffsgröße mit bis zu 3000 Personen am liebsten. Ich bilde mir einfach ein, dass dort der Gästekontakt intensiver ist. Das muss aber jeder für sich selbst herausfinden. Ich kenne viele Gäste, die nur die kleinen Schiffe mögen, andere schwören auf die großen Dampfer.


Und diese Dampfer bringen einen an die schönsten Orte dieser Welt. Unter anderem auch in die Karibik. Vor ein paar Jahren hatte ich das erste Mal die Möglichkeit in die Karibik mitzufahren. Gott sei dank war auch Karibik-erfahrene Crew an Bord. Es ist immer gut Kollegen zu haben, die gute Tipps für die Freizeitgestaltung haben. Und über einen dieser Ausflüge schreibe ich heute. Denn die Karibik ist nicht nur schön, nein, auch die Lebens- und Herangehensweise an Probleme ist eine andere, als wir es gewohnt sind. :) Ya man... ist die Lösung für alles.


Tortola

war das Ziel an dem Tag. Doch wir wollten uns nicht Tortola ansehen sondern haben uns mit mehreren Kollegen ein Privatboot gemietet. Inklusive Kapitän "Ya man". Wir trafen "Ya man" an der Pier, nur ein paar Meter neben unserem Schiff.


Peters Island - (c) by Tom Kareto

Nun ging sie los, die Fahrt mit dem Speedboot nach Peters Island, eine kleine Privatinsel.


Naja, Speedboot? Wir tuckerten so dahin. Denn wir hatten einen Schaden am Motor.

Es qualmte auch ein wenig. Das tat aber nichts zur Sache, Kapitän Ya man hatte die Sache im Griff. Wir trieben auf dem Meer herum, 250 Meter von unserem eigentlichen Schiff entfernt und Ya man inklusive seines Begleiters fummelten am Motor herum. Alles ganz gechillt. Irgendwann lief dann immerhin wieder ein Motor von zweien. Ya man grinste und sagte "No Problem man, we fix that later" OK. Also fuhren wir mit halber Kraft in Richtung Ziel.


Peters Island - (c) by Tom Kareto








<- Motor kaputt :)






Das Paradies liegt in der Karibik..

Angekommen auf Peters Island bekam ich den Mund vor staunen gar nicht mehr zu. Sowas hatte ich noch nicht gesehen. Da werden also die Fotos für Reiseprospekte gemacht. Und das schöne war - wir mussten alle erst abends arbeiten, wir konnten also den kompletten Tag dort verbringen. Ich glaube die Bilder sprechen für sich. Dieser weiße Strand, das Türkise Meer. Die Farben, die Sonne und der absolut leere Strand. Außer uns. Wir breiteten uns aus und machten erst einmal eine Fotosession nach der anderen bevor es ins Meer ging. Doch halt, was war das? Es gibt hier kostenloses W-Lan.

Womit macht man ein Crewmitglied glücklich? Richtig mit W-Lan. Die einzige Art im Ausland ohne größeren Kostenaufwand mit zu Hause im Kontakt zu bleiben. Oh, 389 Nachrichten, 35 Anrufe, 670 Mails (inklusive Spam) und mehrere Updates. Hmmm... neee, Meer ist schöner und die in Deutschland können auch noch warten. Obwohl ein Teil der Nachrichten schon: Du meldest Dich gar nicht, lebst Du noch und ähnliches beinhalteten. Leute ganz ehrlich, schaut auf die Bilder - würdet Ihr da am Smartphone sitzen, außer dieses für Fotos zu nutzen?




Wir ließen es uns richtig gut gehen. Den ganzen Tag am Strand in der Sonne und niemand anders sonst war dort. Herrlich. Irgendwann mussten auch wir dann zurück und Ya man wartete schon. Mit repariertem Motor. Dann ging es zurück zum Dampfer. Und wisst Ihr was der Nachteil an solchen Tagesausflügen ist? Man ist müde. Zumindest ich. :) Man war ich fertig. Es hilft aber nichts, da muss man durch, also ging es los zur Arbeit. Die ersten 2, 3 Stunden war auch alles in Ordnung. Ich merkte einen leichten Schmerz auf den Armen und im Gesicht und eigentlich überall auf meinem Körper. Je länger der Abend ging umso schlimmer wurde das. Richtig, ich hatte einen schönen Sonnenbrand. So einen, der einen richtig ärgert. Jetzt konnte ich aber noch nicht einmal jammern, denn die Mädels die mit bei dem Ausflug dabei waren, hatten mich ja gefragt ob ich Sonnencreme haben möchte. Brauche ich aber nicht. Bin ja keine Weichprinte. - Doch ich hätte sie gebraucht. Gerade weil mein Hauttyp eher Albino als Schwarzafrikaner ist. Aber ganz ehrlich, ich lege mich doch nicht in die Sonne um mir dann Sonnenschutzfaktor 300 auf die Haut zu schmieren und nichts davon zu haben. Das hat bisher in Europa immer funktioniert. Komischerweise in der Karibik nicht. :)


Da Frauen aber immer wissen was zu tun ist, bekam ich von einer Kollegin ein kühlendes Gel vorbeigebracht. Das kochte quasi auf der Haut davon und kühlte etwas. Und ich glaube nur deshalb habe ich die Nacht überhaupt überlebt. :) Ihr könnt Euch vorstellen, von diesem Ausflug hatte ich noch einige Tage etwas. Hauptsächlich Schmerzen. Aber mit tollen Bildern im Kopf des erlebten. Und das hat alles andere wett gemacht.


Ich freue mich schon auf den nächsten Trip in die Karibik. Und ich werde Peters Island definitiv wieder einen Besuch abstatten - mit Sonnencreme.


In diesem Sinne - Bis morgen


Euer Tom


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